Aktuelles: Tourismus Östringen

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Neu geordnete und erweiterte Fossiliensammlung vorgestellt

Autor: Anna Dezenter
Artikel vom 18.12.2018

Wertvolle Ergänzung des Geopfads

Im Östringer Heimatmuseum wurde mit der Übergabe der komplett neu strukturierten und wesentlich erweiterten Sammlung fossiler Fundstücke aus der Kraichgaustadt und der Region jetzt gleichsam auch die letzte Station des bereits im April eröffneten Geopfads der Öffentlichkeit vorgestellt. Initiiert und umgesetzt wurde das Projekt von dem pensionierten Pädagogen Wolfgang Essig, der zusammen mit dem Geologen Dr. Alexander Landmann das Konzept entwickelte, die Auswahl und Präsentation der Fundstücke erarbeitete und zudem für das Vorhaben auch namhafte Spenden aus der einheimischen Geschäftswelt einwerben konnte.

Viele der „Neuzugänge“ der geologischen Sammlung des Heimatmuseums wurden nun von dem in Östringen aufgewachsenen Geologen Dr. Max Wisshak bereitgestellt. Der mittlerweile am Senckenberg-Museum Wilhelmshaven tätige Wissenschaftler und einstige Schüler von Wolfgang Essig hatte schon in seiner Jugendzeit die Begeisterung für Fossilien entdeckt und die versteinerten ehemaligen Meeresbewohner vornehmlich im Muschelkalk am Östringer Dinkelberg gefunden, als das Gelände am nordwestlichen Stadtrand vor Jahrzehnten als Baugebiet erschlossen wurde.

In den neuen Schauvitrinen mit integrierter Beleuchtung kann die Sammlung, deren Exponate von Wolfgang Essig sorgfältig bestimmt und beschrieben wurden, nun buchstäblich ins rechte Licht gerückt werden. Interessante Fundstücke zeugen unter anderem von einer geologischen Besonderheit der Region, der sogenannten Langenbrückener Senke, einer „Jura-Insel“ am Rande des Kraichgaus, die auf Keuper- und Muschelkalkschichten aufliegt und wegen der Absenkung zwischen den Mittelgebirgen über die Zeiten erhalten blieb. Die in Schwarzem und Braunem Jura aufgefundenen Fossilien, darunter auch in Baustellen des Gewerbegebiets Schenkloch gesicherte Fundstücke, bilden nun, sozusagen als kleiner „Jurassic Park“, einen Schwerpunkt der Östringer Ausstellung.

Eine weitere Abteilung der geologischen Sammlung ist mit Funden aus den Eiszeiten und Zwischeneiszeiten des Quartärs, darunter eine Reihe von Großsäugerknochen von Mammut, Auerochse und Riesenhirsch, bestückt. Eine Besonderheit stellen zudem drei Lackprofile von typischen Bodenquerschnitten des Kraichgaus dar, die der Wissenschaftler Dr. Manfred Löscher, ein ehemaliger Mentor von Wolfgang Essig, beisteuerte.

Bürgermeister Felix Geider dankte jetzt Ideengeber und Projektleiter Wolfgang Essig, dem Freundeskreis des Heimatmuseums, allen weiteren Beteiligten und auch den privaten Sponsoren nachdrücklich für ihre Impulse und Beiträge zur Erneuerung und Verbesserung der geologischen Sammlung, die ab sofort ein besonderes Aushängeschild des Östringer Heimatmuseums ist.     

br.

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