Aktuelles: Tourismus Östringen

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Neues Zuhause Östringen

Interviews mit Flüchtlingen

Im dritten Interview der Reihe „Neues Zuhause Östringen“ wird Amir K. aus Syrien vorgestellt. Er lebt mit Frau Khadijeh und Tochter Hanaa in der Kernstadt. Das Gespräch führte Kevin Forsyth, Bundesfreiwilligendienstler im Integrationsbüro.

Wann sind Sie nach Deutschland gekommen?

Am 1. Januar 2016 bin ich alleine in Heidelberg angekommen. Von dort wurde ich nach Heidelsheim gebracht und dann bin ich in Östringen gelandet. Meine Frau habe ich erst später nachgeholt.

Was machen Sie beruflich?

In Damaskus war ich Fliesenleger und habe auch eine Zeit lang selbstgemachten Käse verkauft. Dafür bin ich auch mit einem Transporter herumgefahren, und habe es vor Ort verkauft.
In Deutschland habe ich im September 2016 erst einmal einen Sprachkurs in Bruchsal angefangen. Meinen B1-Abschluss habe ich dann im Sommer 2018 in Karlsruhe gemacht.
In der gleichen Zeit habe ich eine Arbeitsstelle gefunden, und zwar bei Müller und Müller GmbH in Eichelberg. Die ersten zwei Monate habe ich wegen des Sprachkurses nur wenig arbeiten können. Nach dieser Zeit habe ich aber einen Festvertrag bekommen. Bei meiner Arbeit habe ich viel mit Fenstern, Türen, Laminatböden und manchmal auch Holzdächern zu tun. Ich war sehr glücklich, als ich endlich Arbeit gefunden hatte, und bin immer noch sehr zufrieden.

Wie sind Sie zu Ihrer Wohnung gekommen?

Ich bin oft bei Frau Blech-Straub und Frau Zeise im Integrationsbüro gewesen und habe um Hilfe bei der Wohnungssuche gebeten. Frau Blatz, die den ehrenamtlichen Deutschkurs führt, hat uns auch viel geholfen. Frau Blech-Straub hat irgendwann einen Anruf unseres jetzigen Vermieters wegen einer freien Wohnung bekommen und sie an uns weitervermittelt. Meine Frau war zu der Zeit schon hier, deshalb war ich froh, dass wir eine eigene Wohnung gefunden hatten.

Welche Unterschiede sehen Sie zwischen Ihrer Heimat und Deutschland?

Ehrlich gesagt ist hier alles anders, aber auch besser für meine Familie. Nur das Wetter ist gar nicht so verschieden, wie man denkt. Zum Glück gilt hier wie auch in Syrien Rechtsverkehr.

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?

Mit meiner Familie gehe ich gerne spazieren, und schwimmen gehe ich, wenn ich alleine etwas unternehme. Außerdem spiele ich mit Arbeitskollegen aus Mingolsheim und Kronau Fußball. Den Rest der Zeit kümmere ich mich mit meiner Frau um unsere sieben Monate alte Tochter Hanaa. Wir kochen auch gerne zusammen, wobei ich oft süße Gerichte koche.

Was wünschen Sie sich für Ihre Zukunft?

Irgendwann will ich eine Wohnung kaufen. Schön wäre es, wenn wir noch einen Sohn bekommen würden und meine Tochter hier in Deutschland zur Schule gehen kann. Momentan sparen wir viel, deshalb möchte ich in der Zukunft mehr verdienen. Dafür kann ich mir auch einen Berufswechsel vorstellen z.B. zum Monteur im Tankschutzbereich.

Über was freuen Sie sich hier?

Dass wir in Östringen viele Freunde haben, mit denen wir etwas unternehmen können, und dass es hier so grün ist. Es ist mir wichtig, viel Kontakt mit Deutschen zu haben, um die Sprache zu lernen. Vor allem durch meine Arbeit habe ich mein Deutsch verbessern können. Es ist gut, dass mir nie langweilig ist, da es immer etwas zu tun gibt. Ich wünsche mir, dass wir in Östringen bleiben werden.

Anmerkung:
Khadijeh würde sich über ehrenamtliche Unterstützung beim Deutschlernen freuen.
Da sie sich zurzeit um ihre Tochter kümmert, ist es ihr nicht möglich, an einem Sprachkurs teilzunehmen. Sie sucht jemanden, der ein- bis zweimal die Woche mit ihr Deutsch übt.
Vermittlung über die Stadtverwaltung Östringen, Frau Blech-Straub (Tel. 07253/207-340)

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