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Artikel vom 20.12.2021

Jugendliche Mountainbiker bauten sich ihren Track selbst

Neues Freizeitangebot für MTB-Kids in Tiefenbach

Heutzutage werden Heranwachsende in Bezug auf ihr Freizeitverhalten mitunter als eher passive Konsumenten zumeist elektronischer Unterhaltungs- und Spielangebote beschrieben. Das genaue Gegenteil stellten jetzt vier Jugendliche aus dem Östringer Stadtteil Tiefenbach unter Beweis, die sich, unterstützt von ihren Eltern und der Stadtverwaltung, gleichsam in Eigenregie und mit viel persönlichem Einsatz mit der Herstellung eines Pumptracks für Mountainbikes einen Traum verwirklichten.

Für Mika Hofmann, Linus Salk, Marlon Berger und Dennis Butterer ist Mountainbiken seit jeher Spiel, Spaß und Spannung pur. Schon länger sind die Tiefenbacher Jungs jenseits von langweiligen Forststraßen mit ihren MTB-Zweirädern in der freien Natur unterwegs, schauten sich bei den Fahrten im Gelände voneinander die diversen Tricks und Kniffe ihrer Sportart ab und vermissten dennoch zunehmend ein regelmäßig verfügbares und zugleich sportlich  anspruchsvolles Übungsgelände in ihrem direkten Wohnumfeld.

Schon im vorvergangenen Jahr hatten sich Mika Hofmann und Linus Salk ermutigt von ihren Eltern ein Herz gefasst und waren mit ihren Überlegungen bei der Stadtverwaltung vorstellig geworden. Bürgermeister Felix Geider hatte spontan die Bereitschaft zur Unterstützung des Projekts erklärt und von den Fachleuten im Rathaus wurden in der Folgezeit verschiedene Optionen für die Realisierung des Vorhabens unter Berücksichtigung baurechtlicher Gegebenheiten, der Belange des Natur- und Landschaftsschutzes und der tatsächlichen Verfügbarkeit für den angedachten Zweck überprüft. Auch der Tiefenbacher Ortschaftsrat befasste sich schließlich mit der Angelegenheit und billigte am Ende den Vorschlag, ein gut 20 auf 40 Meter großes Gelände im Wohnbaugebiet „Zerren“ für die Anlegung eines Pumptracks zu nutzen.

 

Nach ersten groben Skizzen verfeinerten die inzwischen 14 bis 16 Jahre alten Tiefenbacher Jugendlichen die Pläne für ihren Trainingsparcours immer weiter und mit tatkräftiger Unterstützung des Bauhofs, der für die Modellierung der Rampen, Kurven und Sprungschanzen geeignetes Erdmaterial in der erforderlichen Qualität und Menge heranschaffte, nahm der Pumptrack im „Zerren“ schnell konkrete Gestalt an.

Bürgermeister Geider und Ortsvorsteher Thomas Behr überzeugten sich jetzt unlängst persönlich von dem gelungenen Werk, das nun bei Beachtung der Nutzungsregeln auch anderen Jugendlichen zur Verfügung steht.

br.

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