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Tourismus Östringen (Druckversion)

Repair-und-mehr – ein neuer Begegnungsort entsteht in Östringen

Voll besetzt waren die Stuhlreihen in den mit frischem Anstrich, Licht und Heizung zu neuem Leben erwachten ehemaligen Räumlichkeiten der Firma Elektro Vogel in der Gartenstraße 8. Das Interesse in der Bürgerschaft ist groß, hier, mitten im Zentrum der Kernstadt, einen Begegnungsort zu schaffen und die Idee eines Repair-Cafés zu verwirklichen. Handwerker, Elektroniker, Radio- und Fernsehtechniker waren neugierig der Einladung des Integrationsbüros zur Vorbesprechung am 14.1. gefolgt, aber auch Interessenten an der Fahrradwerkstatt, an Näh- und Bastelangeboten trugen ihre Ideen vor.

Die Initiative zum Projekt sei im Rahmen der vom Landratsamt Karlsruhe durchgeführten Sozialraumanalyse in der Kernstadt ausgegangen, erläuterte Hauptamtsleiter Wolfgang Braunecker bei der Begrüßung der Gäste. Das Ergebnis der Analyse habe gezeigt, dass ein großer Bedarf an Begegnungsmöglichkeiten für Jung und Alt bestehe.

Die Grundidee des „Repair-und-mehr-Cafés“ beschrieb die Integrationsbeauftragte der Stadt, Daniela Blech-Straub, als Koordinatorin des Projekts so: Reparieren statt wegwerfen als bürgerschaftliches Engagement. Materialkosten werden selbst getragen, der Dienst ist ehrenamtlich. Nach dem Motto: „Ich zeige dir, wie es geht“, wird unter Anleitung gemeinsam repariert. Dabei lernt man sich kennen, und Kaffee, Erfrischungsgetränk, gespendete Kuchen laden zum Verweilen ein.

Viele Ideen für die Begegnungsstätte wurden beim Vorbereitungstreffen zusammengetragen. So kann sich Christel Dumke, die Leiterin des neuen Johannes Bosco-Kindergartens, Spielenachmittage mit Jung und Alt vorstellen, Jugendsozialarbeiterin Julia Neugebauer und Stephan Grobel von der psychologischen Beratungsstelle einen gemeinsam durchgeführten Mädchentreff. Senioren hätten hier einen barrierefreien Zugang zum Spielenachmittag. Ein offener Schülertreff sowie eine Fahrrad-AG schweben Christian Krämer, dem Schulsozialarbeiter der Thomas-Morus-Realschule vor. Die Flüchtlingshilfe könnte ihren Ehrenamtlichen einen Raum für Sprachkurse und Nachhilfe anbieten, schlägt Vorsitzender Gerhard Kailbach vor, es könnten Kleidertausch-Events und eine Talente-Tauschbörse hier verortet werden.

Die Idee zum Östringer Repair-Café wurde auch von höhere Stelle für gut befunden, und so wird das Projekt im ersten Jahr durch das Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg gefördert.

Bei der Vorbesprechung hat sich ein Organisationsteam gebildet, das sich in Kürze treffen wird, um die nächsten Schritte umzusetzen.Wer sich einbringen möchte, kann sich gerne bei d.blech-straub@oestringen.de oder telefonisch unter 07253 207-340 melden.

dbs

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